| Nochmal die Kurve gekriegt |
| von Johannes 'Fünfkommasechs' Schlörb | |||
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Der S-Klasse-Fahrer steht der Legende nach im Beruf an exponierterer Stelle als der Golf-Fahrer. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum er S-Klasse fährt und nicht Golf: das Autofahren sieht er als seine spärliche Freizeit an und stattet es entsprechend luxuriös aus, was er sich wiederum erst durch seinen Beruf überhaupt in dieser Form leisten kann, so meine vereinfachende Formel. Nun könnte man meinen, daß diese Korrelation Beruf zu Auto nicht für Youngtimerfahrer gilt. Doch genau das mußte ich selbst am eigenen Leibe die letzten Monate über erleben. Bei mir war's halt nur umgekehrt und zwei Nummern kleiner: erst war die (Alt)S-Klasse da, dann die "erhöhte berufliche Verantwortung". Nein, ich bin nicht Vorstandsmitglied der Deutschen Bank geworden – aber fast! Mein Arbeitspensum hat sich von moderaten 50 auf inzwischen teils 70-80 Wochenstunden eingependelt, ich hatte zuletzt fünfmal hintereinander die Wochenenden ausfallen lassen müssen und wußte am Ende nichtmal mehr, ob ich mir überhaupt noch ein Hobby neben der Arbeit zeitlich würde leisten können. Das schlimme ist ja, daß der Job mir durchaus (noch) Spaß macht, sogar mehr als das alte Auto in der Garage… das dachte ich!
Fazit: der 560 SEL steht just in diesem Moment unten im Regen bereit für die gemeinsame Fahrt zu Mercedes-Messerschmidt nach Frankfurt, wo er (noch immer mit "Sternfahrt Berlin"-Logo der auto, motor und sport beklebt) heute oder in den nächsten Tagen seine HU/AU für die nächsten 2 Jahre erhalten wird. Und das Auto ist übrigens nach wie vor unverkäuflich (auch wenn er mir gestern das Garagentor vor der Nase zuschlagen wollte, dann auch erst wieder nicht angesprungen ist und irgendeinen ominösen Ölverlust hat).
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Hits: 3049 Kommentare (4)
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Werter Herr Kollege,
Mensch Johannes,
Du hast eine soziale Verantwortung!
Als ob sie sich verschworen hätten...
Der Klimawandler sei in dem Bunde der Dritte. Fährt zwar schön, scheppert jedoch Metallisch. Das ist unschön. Drehzahlabhängig, unter Last lauter, im Schiebebetrieb schwächer bis fast unhörbar. Instinktiver Gedanke: Pleuellager. Jedoch sind sowohl Öldruck als auch die Wassertemperatur vollkommen unauffällig; das Öl gerade mal 1500km alt und auch ohne Abrieb.
Jetzt ist sie weg!
Weg! Vorher war´s schöner allein zu sein. (Frei nach dem Songtext der fantastischen Vier)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. August 2010 um 08:13 Uhr |